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Angebotserstellung

Das perfekte IT-Projektangebot: Der ultimative Leitfaden für IT-Berater

SimpleProposals Team·
#Projektangebot#IT-Beratung#Freelancer#Akquise#Guide

Der umfassende Guide für IT-Berater: Wie Sie Projektangebote erstellen, die überzeugen und Aufträge gewinnen. Mit Vorlagen, Psychologie und Praxis-Tipps.

Das perfekte IT-Projektangebot: Der ultimative Leitfaden

Ein gutes IT-Projektangebot ist der Unterschied zwischen Zuschlag und Absage. Es ist Ihre Verkaufsunterlage, Ihr Qualitätsversprechen und oft der letzte Eindruck vor der Entscheidung. Dieser umfassende Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie Angebote erstellen, die Kunden überzeugen.

Inhaltsübersicht

  1. Warum Angebote über Erfolg entscheiden
  2. Die Psychologie des Angebots
  3. Struktur eines perfekten Angebots
  4. Die 12 Elemente im Detail
  5. Preisgestaltung und Verhandlung
  6. Branchen-spezifische Tipps
  7. Häufige Fehler vermeiden
  8. Angebote nachverfolgen
  9. Tools und Vorlagen
  10. Checkliste zum Abschluss

Warum Angebote über Erfolg entscheiden {#warum-angebote-ueber-erfolg-entscheiden}

Als IT-Berater oder Freelancer ist das Angebot Ihr wichtigstes Verkaufsdokument. Doch die Realität sieht oft so aus:

Der typische Angebotsprozess:

  • 2-4 Stunden Zeitaufwand pro Angebot
  • Copy-Paste aus alten Dokumenten
  • Inkonsistentes Design
  • Keine Nachverfolgung
  • Abschlussquote unter 30%

Die Kosten schlechter Angebote:

Rechnen wir: Bei einem Tagessatz von 1.200 € und 4 Stunden pro Angebot verlieren Sie 600 € Opportunitätskosten – pro Angebot. Bei 50 Angeboten pro Jahr sind das 30.000 € verlorene Zeit.

Dazu kommen die nicht gewonnenen Aufträge. Eine Verbesserung der Abschlussquote von 25% auf 35% bedeutet bei 50 Angeboten: 5 zusätzliche Projekte pro Jahr.

Die gute Nachricht: Mit System und Struktur können Sie beides optimieren – weniger Zeit pro Angebot und höhere Abschlussquoten.


Die Psychologie des Angebots {#die-psychologie-des-angebots}

Bevor wir in die Struktur einsteigen: Verstehen Sie, wie Ihr Angebot gelesen wird.

Die 7-Sekunden-Regel

Entscheider überfliegen Ihr Angebot in 7 Sekunden und entscheiden, ob sie weiterlesen. In dieser Zeit sehen sie:

  1. Ist es professionell gestaltet?
  2. Sieht es nach Qualität aus?
  3. Finde ich schnell die wichtigen Infos?

Konsequenz: Investieren Sie in Design und Struktur. Ein Word-Dokument mit Standardformatierung verliert bereits hier.

Das AIDA-Prinzip im Angebot

Attention (Aufmerksamkeit): Professionelles Deckblatt, klarer Projekttitel Interest (Interesse): Management Summary mit Nutzen-Fokus Desire (Wunsch): Lösungsbeschreibung, die Mehrwert zeigt Action (Handlung): Klare nächste Schritte, einfache Beauftragung

Verlustaversion nutzen

Menschen fürchten Verluste mehr als sie Gewinne schätzen. Nutzen Sie das:

Weniger überzeugend:

"Mit der neuen Lösung sparen Sie 20% Betriebskosten."

Überzeugender:

"Ohne Modernisierung verlieren Sie jährlich 45.000 € durch ineffiziente Prozesse."

Anchoring (Ankereffekt)

Die erste Zahl, die ein Kunde sieht, beeinflusst seine Wahrnehmung aller folgenden Zahlen.

Strategie: Beginnen Sie mit dem Gesamtnutzen oder dem Problem-Kosten, bevor Sie den Preis nennen.

"Die aktuellen manuellen Prozesse kosten Sie geschätzt 120.000 € pro Jahr. Mit einer Investition von 45.000 € automatisieren wir diese Prozesse vollständig."

Reziprozität

Wenn Sie im Angebot bereits Wert liefern (Analyse, Insights, Konzeptideen), fühlt sich der Kunde verpflichtet, etwas zurückzugeben – im besten Fall den Auftrag.

Praktisch: Fügen Sie eine kurze Analyse oder einen Quick-Win hinzu, der dem Kunden bereits ohne Auftrag hilft.


Struktur eines perfekten Angebots {#struktur-eines-perfekten-angebots}

Ein gut strukturiertes IT-Projektangebot folgt diesem Aufbau:

1. Deckblatt
2. Management Summary (Executive Summary)
3. Inhaltsverzeichnis (bei > 10 Seiten)
4. Ausgangssituation & Problemstellung
5. Zielsetzung
6. Lösungsansatz
7. Leistungsumfang (Scope)
8. Projektplan & Meilensteine
9. Team & Qualifikationen
10. Investition & Zahlungsbedingungen
11. Risiken & Annahmen
12. Nächste Schritte & Gültigkeit

Länge nach Projektgröße:

Projektvolumen Empfohlene Länge
< 10.000 € 3-5 Seiten
10.000 - 50.000 € 8-15 Seiten
50.000 - 150.000 € 15-25 Seiten
> 150.000 € 25-40 Seiten + Anhänge

Die 12 Elemente im Detail {#die-12-elemente-im-detail}

1. Deckblatt

Das Deckblatt ist Ihre Visitenkarte. Es muss professionell wirken und alle wichtigen Metadaten enthalten.

Muss enthalten:

  • Ihr Logo (prominent)
  • Projekttitel (aussagekräftig)
  • Kundenname (ggf. mit Logo)
  • Angebotsnummer
  • Datum
  • Gültigkeitsdauer
  • Ihre Kontaktdaten

Designtipps:

  • Nutzen Sie Ihre Markenfarben
  • Viel Weißraum
  • Kein Clipart oder Stockfotos
  • Konsistente Typografie

2. Management Summary

Die wichtigste Seite Ihres Angebots. Viele Entscheider lesen nur diese Seite.

Struktur der Management Summary:

  1. Bezug herstellen (1 Satz)

    "Vielen Dank für das Gespräch am 10. Januar."

  2. Problem zusammenfassen (2-3 Sätze)

    "Ihre aktuelle E-Commerce-Plattform kann die steigenden Anforderungen nicht mehr bewältigen: Lange Ladezeiten führen zu 15% Kaufabbrüchen, und die Integration neuer Zahlungsanbieter dauert Monate statt Tage."

  3. Lösung skizzieren (2-3 Sätze)

    "Ich schlage eine Migration auf eine headless Commerce-Architektur vor. Diese Lösung ist skalierbar, ermöglicht schnelle Anpassungen und integriert neue Features in Tagen."

  4. Nutzen quantifizieren (2-3 Bullet Points)

    • 40% schnellere Ladezeiten = 8% mehr Conversions
    • 75% schnellere Time-to-Market für neue Features
    • Skalierbar für 10x Wachstum ohne Re-Architektur
  5. Investition und Zeitrahmen (1 Satz)

    "Die Investition beträgt 85.000 €, die Umsetzung erfolgt in 12 Wochen."

3. Inhaltsverzeichnis

Ab 10 Seiten sinnvoll. Nutzen Sie klickbare Links im PDF.

4. Ausgangssituation & Problemstellung

Zeigen Sie, dass Sie das Problem verstanden haben. Dies baut Vertrauen auf und demonstriert Ihre Kompetenz.

Aufbau:

Ist-Zustand beschreiben:

"Ihre aktuelle IT-Landschaft besteht aus 12 verschiedenen Systemen, die über manuelle Exporte und Importe kommunizieren. Die zentrale ERP-Lösung ist 15 Jahre alt und wird vom Hersteller ab 2027 nicht mehr unterstützt."

Symptome benennen:

  • 20+ Stunden pro Woche manuelle Datenpflege
  • Keine Echtzeit-Sicht auf Lagerbestände
  • Fehlerquote von 3% bei Bestellungen
  • Kundenbeschwerden wegen falscher Lieferungen

Ursachen identifizieren:

"Die Kernursache ist die fehlende Integration zwischen Warenwirtschaft, Webshop und Logistik. Jedes System hat eigene Datensilos."

Konsequenzen aufzeigen:

"Ohne Modernisierung steigen die operativen Kosten jährlich um geschätzt 12%, während die Wettbewerber mit modernen Systemen effizienter werden."

5. Zielsetzung

Definieren Sie klare, messbare Ziele. Diese werden später zur Erfolgsmessung herangezogen.

SMART-Ziele:

Ziel Messbar Zeitrahmen
Reduzierung manueller Datenpflege Von 20h auf < 5h/Woche 3 Monate nach Go-Live
Echtzeit-Bestandstransparenz 100% der Artikel in Echtzeit Ab Go-Live
Fehlerquote Bestellungen Von 3% auf < 0,5% 6 Monate nach Go-Live

6. Lösungsansatz

Hier beschreiben Sie Ihre vorgeschlagene Lösung. Bleiben Sie verständlich – Ihr Ansprechpartner ist oft kein Techniker.

Struktur:

  1. High-Level-Ansatz:

    "Wir implementieren eine zentrale Integrationsplattform, die alle Systeme in Echtzeit verbindet."

  2. Architekturübersicht (visuell): Ein Diagramm sagt mehr als 1000 Worte. Zeigen Sie die Zielarchitektur.

  3. Technologie-Entscheidungen (begründet):

    "Wir setzen auf [Technologie], weil: vorhandene Expertise im Haus, breite Community, bewährte Skalierbarkeit."

  4. Alternativen erwähnen (optional):

    "Wir haben auch [Alternative] geprüft. Diese scheidet aus, weil [Grund]."

  5. Warum dieser Ansatz der richtige ist: Verbinden Sie die Lösung mit den Zielen aus Abschnitt 5.

7. Leistungsumfang (Scope)

Der wichtigste Abschnitt für die Vertragsklarheit. Definieren Sie präzise, was enthalten ist und was nicht.

In Scope:

Phase 1: Analyse & Konzeption
☑ Anforderungsworkshops (2 Tage)
☑ Technische Ist-Analyse
☑ Lösungsarchitektur
☑ Migrationskonzept
☑ Lieferobjekt: Pflichtenheft (30-50 Seiten)

Phase 2: Implementierung
☑ Entwicklung Integrationsplattform
☑ Anbindung ERP-System (SAP Business One)
☑ Anbindung Webshop (Shopify)
☑ Anbindung Logistik (DHL, UPS)
☑ Lieferobjekt: Lauffähiges System in Testumgebung

Phase 3: Migration & Go-Live
☑ Datenmigration (Artikel, Kunden, Bestellhistorie)
☑ Parallelbetrieb (2 Wochen)
☑ Go-Live-Unterstützung
☑ Lieferobjekt: Produktivsystem

Phase 4: Schulung & Dokumentation
☑ Admin-Schulung (1 Tag)
☑ Anwender-Schulung (2x 0,5 Tage)
☑ Technische Dokumentation
☑ Benutzerhandbuch
☑ Lieferobjekt: Dokumentation, geschulte Mitarbeiter

Out of Scope (explizit):

☐ Laufende Wartung und Support nach Go-Live
☐ Lizenzkosten für Drittsoftware
☐ Hardware-Beschaffung
☐ Anpassungen am ERP-System selbst
☐ Anbindung weiterer Systeme über die genannten hinaus
☐ Performance-Optimierung bestehender Systeme

Warum "Out of Scope" wichtig ist:

  • Verhindert Scope Creep
  • Schafft Klarheit für beide Seiten
  • Basis für Change Requests

8. Projektplan & Meilensteine

Visualisieren Sie den Zeitplan. Kunden wollen wissen, wann sie Ergebnisse sehen.

Gantt-artige Darstellung:

                  M1    M2    M3    M4
Analyse           ████
Konzeption        ░░████
Entwicklung            ████████████
Testing                        ░░████
Migration                          ████
Schulung                           ░░██
Go-Live                               ▼
Hypercare                             ████

Meilensteine mit Lieferobjekten:

Meilenstein Datum Lieferobjekt Abnahmekriterium
M1: Konzept-Abnahme +4 Wochen Pflichtenheft Kunde bestätigt Anforderungen
M2: Testumgebung +10 Wochen Lauffähiges System Alle Use Cases testbar
M3: UAT-Freigabe +12 Wochen Getestetes System Keine kritischen Fehler
M4: Go-Live +14 Wochen Produktivsystem System im Echtbetrieb

9. Team & Qualifikationen

Stellen Sie die beteiligten Personen vor. Das schafft Vertrauen.

Format:

Max Mustermann – Lead Consultant

  • 12 Jahre Erfahrung in IT-Integration
  • Zertifiziert: AWS Solutions Architect, SAP Integration
  • Referenzprojekte: [Firma A], [Firma B], [Firma C]
  • Rolle im Projekt: Technische Leitung, Architektur

Auch bei Solo-Freelancern: Zeigen Sie Ihre Qualifikation.

10. Investition & Zahlungsbedingungen

Transparente Preisgestaltung schafft Vertrauen. Versteckte Kosten zerstören es.

Festpreis-Darstellung:

Position Betrag
Phase 1: Analyse & Konzeption 12.000 €
Phase 2: Implementierung 48.000 €
Phase 3: Migration & Go-Live 15.000 €
Phase 4: Schulung & Dokumentation 8.000 €
Projektmanagement (pauschal) 7.000 €
Gesamtinvestition (netto) 90.000 €

Time & Material Darstellung:

Rolle Tagessatz Geschätzte Tage Kostenkorridor
Senior Consultant 1.400 € 35-45 49.000 - 63.000 €
Developer 1.100 € 25-35 27.500 - 38.500 €
PM (anteilig) 1.200 € 10-12 12.000 - 14.400 €
Gesamt 88.500 - 115.900 €

Zahlungsplan:

Meilenstein Anteil Betrag
Auftragserteilung 20% 18.000 €
Konzept-Abnahme (M1) 25% 22.500 €
Testumgebung (M2) 30% 27.000 €
Go-Live (M4) 25% 22.500 €

Zahlungsziel: 14 Tage netto nach Rechnungsstellung

11. Risiken & Annahmen

Professionelle Angebote benennen Risiken – das zeigt Erfahrung und schützt beide Seiten.

Annahmen:

Dieses Angebot basiert auf folgenden Annahmen:

  • Zugang zu allen relevanten Systemen wird gewährt
  • Ein Ansprechpartner steht für Rückfragen bereit (4h/Woche)
  • Testdaten werden vom Kunden bereitgestellt
  • Keine wesentlichen Änderungen der Anforderungen nach Konzept-Abnahme

Risiken und Mitigierung:

Risiko Wahrscheinlichkeit Auswirkung Mitigierung
Verzögerung durch Kundenverfügbarkeit Mittel Zeitplan +2-4 Wochen Feste Termine vorab vereinbaren
Unvorhergesehene Legacy-Probleme Mittel Aufwand +10-15% Puffer in Schätzung enthalten
Scope-Erweiterung Hoch Kosten + variabel Change-Request-Prozess

12. Nächste Schritte & Gültigkeit

Schließen Sie mit einem klaren Call-to-Action.

Gültigkeit:

"Dieses Angebot ist gültig bis zum 16. Februar 2026."

Nächste Schritte:

  1. Rückfragen klären (ich rufe Sie am Montag an)
  2. Auftragserteilung durch Unterschrift
  3. Kick-off-Termin vereinbaren
  4. Projektstart innerhalb von 2 Wochen nach Beauftragung

Kontakt:

Für Rückfragen stehe ich Ihnen jederzeit zur Verfügung: Max Berater | max@berater.de | +49 170 1234567

Unterschriftenbereich:

________________________          ________________________
Ort, Datum                        Unterschrift Kunde


________________________          ________________________
Ort, Datum                        Unterschrift Anbieter

Preisgestaltung und Verhandlung {#preisgestaltung-und-verhandlung}

Festpreis vs. Time & Material

Kriterium Festpreis Time & Material
Geeignet für Klarer Scope, bekannte Technologie Unklare Anforderungen, Forschung
Risiko Anbieter Hoch (Mehraufwand selbst tragen) Niedrig
Risiko Kunde Niedrig (Kosten fix) Hoch (Kosten können steigen)
Nachverhandlung Change Requests nötig Flexibler
Kundenpräferenz Oft bevorzugt Bei Vertrauen akzeptiert

Hybridmodell:

  • Phase 1 (Analyse): Festpreis
  • Phase 2-4: Time & Material mit Cap

Den richtigen Preis finden

Ihre Kalkulation:

  1. Realistische Aufwandsschätzung (Tage)
  2. Multipliziert mit Ihrem Tagessatz
  3. Plus Risikopuffer (10-20% je nach Unsicherheit)
  4. Plus Gewinnmarge

Marktpreis prüfen:

  • Was zahlen ähnliche Kunden für ähnliche Projekte?
  • Was verlangen Wettbewerber?
  • Was ist das Projekt dem Kunden wert?

Value-based Pricing: Wenn Ihr Projekt dem Kunden 500.000 € Einsparung bringt, sind 100.000 € Investition ein Schnäppchen – auch wenn der Aufwand nur 50.000 € "kostet".

Verhandlungstipps

Niemals:

  • Sofort nachgeben
  • Den ersten Rabatt ohne Gegenleistung geben
  • Sich unter Ihren Mindestsatz drücken lassen

Stattdessen:

  • Scope reduzieren statt Preis senken
  • Rabatt gegen Laufzeit oder Volumen tauschen
  • Zahlungsbedingungen verhandeln statt Preis

Skript für Preisverhandlung:

Kunde: "Das ist uns zu teuer. Können Sie bei 60.000 € statt 75.000 €?"

Sie: "Ich verstehe, dass das Budget eine Rolle spielt. 75.000 € ist kalkuliert für den vollen Umfang. Für 60.000 € könnten wir [Phase X] herausnehmen und später als separates Projekt umsetzen. Alternativ: Bei einer Laufzeitverlängerung auf 6 Monate kann ich 70.000 € anbieten."


Branchen-spezifische Tipps {#branchen-spezifische-tipps}

Für Freelancer

  • Persönliche Note: Sie sind die Marke. Zeigen Sie Persönlichkeit.
  • Referenzen: Besonders wichtig ohne Firmen-Backup.
  • Haftung: Klären Sie Versicherung und Haftungsgrenzen.
  • Auslastung: Kommunizieren Sie Verfügbarkeit ehrlich.

Mehr für Freelancer →

Für IT-Consultants

  • Methodenkompetenz: Zeigen Sie Frameworks und Vorgehensmodelle.
  • Branchenwissen: Branchenspezifische Referenzen sind Gold wert.
  • Strategischer Fokus: Nicht nur "was", sondern "warum".
  • C-Level-Sprache: Management Summary muss ohne Technik funktionieren.

Mehr für Consultants →

Für Webentwickler

  • Visuelle Beispiele: Screenshots, Mockups, Referenzseiten.
  • Technologie erklären: Warum React? Warum headless CMS?
  • Wartung ansprechen: Was passiert nach Go-Live?
  • Performance versprechen: Ladezeiten, Core Web Vitals.

Mehr für Web-Entwickler →

Für Software-Entwickler

  • Architektur visualisieren: Diagramme sind Pflicht.
  • Technische Tiefe zeigen: Ohne zu überfordern.
  • Testing betonen: Qualitätssicherung als Mehrwert.
  • Wartbarkeit: Code-Qualität, Dokumentation.

Mehr für Software-Entwickler →


Häufige Fehler vermeiden {#haeufige-fehler-vermeiden}

Fehler 1: Zu technisch schreiben

Problem: Der Entscheider versteht nichts.

Lösung: Schreiben Sie die Management Summary so, dass Ihr nicht-technischer Bekannter sie versteht.

Fehler 2: Kein klarer Nutzen

Problem: Features statt Benefits.

Falsch: "Wir implementieren eine Microservices-Architektur." Richtig: "Neue Features können Sie in Tagen statt Monaten live schalten."

Fehler 3: Unklarer Scope

Problem: Streit über "was war enthalten?"

Lösung: Explizite In-Scope und Out-of-Scope Listen.

Fehler 4: Versteckte Kosten

Problem: Vertrauensverlust bei der Rechnung.

Lösung: Alle Kosten transparent machen. "Reisekosten werden nach Aufwand berechnet" ist besser als Überraschungen.

Fehler 5: Keine Gültigkeit

Problem: Angebot liegt 6 Monate, dann kommt Zusage zu alten Konditionen.

Lösung: Immer Gültigkeitsdatum setzen (typisch: 30 Tage).

Fehler 6: Copy-Paste-Fehler

Problem: Falscher Kundenname, falsches Projekt, alte Preise.

Lösung: Checkliste vor dem Versand.

Fehler 7: Zu langes Angebot

Problem: Keiner liest 40 Seiten für ein 15.000 €-Projekt.

Lösung: Länge an Projektgröße anpassen.

Fehler 8: Kein Call-to-Action

Problem: Kunde weiß nicht, was er tun soll.

Lösung: Klare nächste Schritte, einfacher Beauftragungsprozess.


Angebote nachverfolgen {#angebote-nachverfolgen}

Ein versendetes Angebot ist nicht das Ende – es ist der Anfang der Abschlussphase.

Follow-up Zeitplan

Zeitpunkt Aktion
Tag 0 Angebot versenden, Versandbestätigung per E-Mail
Tag 2-3 Kurzer Check: "Ist alles angekommen? Fragen?"
Tag 7 Inhaltliches Follow-up: Rückfragen, zusätzliche Infos
Tag 14 Status-Check: Wo steht die Entscheidung?
Tag 21 Bei Gültigkeit 30 Tage: "Gültigkeit läuft bald ab"
Tag 30+ Bei Absage: Feedback einholen, in Pipeline behalten

Follow-up Templates

Nach 3 Tagen:

"Kurze Nachfrage: Ist das Angebot bei Ihnen angekommen? Falls Fragen aufgekommen sind, melde ich mich gerne kurz telefonisch."

Nach 7 Tagen:

"Ich wollte kurz nachhören, ob Sie Gelegenheit hatten, das Angebot zu prüfen. Gibt es Punkte, die ich erläutern kann?"

Nach 14 Tagen:

"Wie sieht Ihr aktueller Zeitplan für die Entscheidung aus? Ich halte mir gerne den besprochenen Startzeitraum frei."

Bei Absage:

"Vielen Dank für die Rückmeldung. Darf ich fragen, was letztlich den Ausschlag gegeben hat? Das Feedback hilft mir, besser zu werden."

Win/Loss-Analyse

Führen Sie Buch über Ihre Angebote:

Angebot Volumen Status Grund
Kunde A 45.000 € Gewonnen Referenz, Preis ok
Kunde B 30.000 € Verloren Zu teuer
Kunde C 80.000 € Verloren Interne Lösung

Nach 20-30 Angeboten sehen Sie Muster: Welche Projekte gewinnen Sie? Welche nicht? Warum?


Tools und Vorlagen {#tools-und-vorlagen}

Traditionelle Tools

Word/Google Docs:

  • Kostenlos
  • Volle Flexibilität
  • Problem: Formatierung, Versionierung, Design

PowerPoint/Keynote:

  • Gut für visuelle Angebote
  • Problem: Schwer zu pflegen, keine Textbausteine

PDF-Vorlagen:

  • Professionelles Erscheinungsbild
  • Problem: Jedes Angebot von Grund auf

Spezialisierte Tools

Angebotssoftware:

  • Textbausteine und Vorlagen
  • Konsistentes Branding
  • Tracking (wurde geöffnet?)
  • Digitale Unterschrift

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Ressourcen zum Download


Checkliste zum Abschluss {#checkliste-zum-abschluss}

Vor jedem Versand durchgehen:

Inhalt

  • Kundenname und Firma korrekt geschrieben?
  • Angebotsnummer eindeutig?
  • Datum und Gültigkeit gesetzt?
  • Projekt richtig bezeichnet?
  • Alle Phasen vollständig beschrieben?
  • Scope klar definiert (In/Out)?
  • Preise korrekt berechnet?
  • Zahlungsbedingungen angegeben?

Qualität

  • Management Summary verständlich (auch für Nicht-Techniker)?
  • Nutzen quantifiziert?
  • Keine Copy-Paste-Fehler?
  • Rechtschreibung geprüft?
  • Einheitliche Formatierung?

Formales

  • PDF erzeugt und Formatierung geprüft?
  • Dateiname professionell (Angebot_Kunde_Projekt_Datum.pdf)?
  • Unterschriftenfelder vorhanden?
  • Kontaktdaten aktuell?

Versand

  • Richtige E-Mail-Adresse?
  • Begleittext geschrieben?
  • Follow-up-Termin im Kalender?

Fazit

Ein perfektes IT-Projektangebot ist kein Zufall – es ist das Ergebnis von Struktur, Erfahrung und dem Willen, sich in den Kunden hineinzuversetzen.

Die wichtigsten Learnings:

  1. Nutzen vor Features – Entscheider interessiert, was sie davon haben
  2. Struktur schafft Vertrauen – Professionelle Angebote gewinnen
  3. Klarheit vermeidet Streit – Scope explizit definieren
  4. Follow-up ist Pflicht – Wer nicht nachfasst, verliert
  5. Lernen aus Ergebnissen – Win/Loss-Analyse macht Sie besser

Jetzt sind Sie dran: Nehmen Sie Ihr letztes Angebot und prüfen Sie es gegen diese Kriterien. Was können Sie verbessern?


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S

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